Tábor
"Zurück blieb der
Zugführer mit Schwejk; er verlangte von diesem zwanzig Kronen
Strafe, wobei er betonte, daß er ihn im umgekehrten Fall in Tabor
dem Stationsvorstand vorführen müsse. "Gut", sagte Schwejk, "ich
sprech gern mit gebildeten Leuten, und mich wird's sehr freun, wenn
ich den Stationsvorstand von Tabor sehn wer."
Der Leutnant zählte Schwejk alle Züge auf, die nach dem Schnellzug
nach Budweis abgefahren waren, und richtete an ihn die Frage, warum
er diese Züge versäumt habe. "Melde gehorsamst, Herr Lajtnant",
antwortete Schwejk gutmütig lächelnd, "daß mir unterdessen , was
ich auf den nächsten Zug gewartet hab, das Malör passiert is, daß
ich am Tisch ein Bier nach dem andern getrunken
hab."
Wie kommen Sie von Písek aus dorthin?
Mit dem Auto:
- auf der Staatstraße I/29, aus Oltyně auf der I/19 (50 km)
Mit dem Bus:
- vom Busbahnhof der ČSAD oder von der Žižkova-Straße in Písek
aus, mehrere Fahrtmöglichkeiten täglich (am Wochenende etwas
ausgedünnt)
Mit dem Zug:
- Verbindung Nr. 201, tägliche mehrere Fahrtmöglichkeiten
Was es in Tábor zu erleben gibt!
- Für Ausflüge nach Tábor oder Milevsko bietet sich der Zug an.
Eine Reise mit Schwejk ohne Benutzung des Zuges ist wie ein
Knaipenbesuch ohne Bier. Die Strecke von Ražice nach Tábor feierte
im Jahr 2009 120 Jahre ihres Bestehens. Sie fahren an malerischen
Bahnhöfen vorbei, die sich seit Hašeks Zeiten kaum veränderten.
Außerdem überqueren Sie auf der einzigartigen Eisenbahnbrücke bei
Červená an der Moldau den Orlík-Stausee.
- Erklimmen Sie den Kirchturm, der auf der Anhöhe von Tábor
steht. Der Ausblick auf die Alttadt ist berältigend. Die
verwinkelten mittelalterlichen Gassen machen Ihnen deutlich, dass
Sie sich in einer wunderschönen Stadat aus dem Mittelalter
befinden. Aber Achtung! Halten Sie Kleiungeld bereit! Sonst kann es
sein, dass Sie umkehren müssen. Die Kassierrer auf dem Turm stehen
auf Münzen.
- Entdecken Sie den Schatz von Tábor. Das ist kein Scherz,
soindern entspricht den Tatsachen. Bei der Restaurierung eines
historischen Gebäudes wurde dieser im Stadtzentrum entdeckt. Er ist
hinter der ehemaligen Brauerei, im heutigen Hotel ausgestellt. Und
vergessen Sie den Kotnovturm nicht, das Wahrzeichen der ehemaligen
Burg, von hier aus haben Sie Ausblick auf das Luschnitztal. Neben
der Burg befindet sich ein angenehmes Hotel, das Spezialitäten aus
der Region auf der Speisekarte führt.
- Die Katakomben von Tábor warten noch auf Sie. Das Gängegewirr
unter dem Hauptplatz ist erstaunlich. Verbinden Sie den Besuch in
der Unterwelt mit einer Besichtigung des Hussitenmuseums. Der
Zugang ist direkt am Žižkovaplatz. Lernen Sie hier die hussitischen
Waffengerätschaften kennen und erfahren Sie die Geschichte des
Kantionals von Jistebnice.
- Wo kann man auch heute noch vom Mittelalter träumen? Besuchen
Sie die einzigartige Housův-Mühle, die am historischen Zentrum im
Waldpark liegt. Im Sommer findet hier eine Vielzahl von kulturellen
und gesellschaftlichen Veranstaltungen statt. Hier kann man sich
ausgiebig stärken. Eine Suppe im Brotlaib gibt Kraft.
- Wenn Sie abgespannt sein sollten und die Sonne herabbrennt,
statten Sie doch dem Freibad von Tábor einen Besuch ab. Das ist neu
renoviert und bietet modernes Badevergnügen. Naturfreunde
erfrischen sich im Wasser der Luschnitz. Sie können sich auch zum
Sokol-Bad durchfragen.
- Hier kann man auch in die einzigartige Atmosphäre der
römisch-katholischen Pfarrei Klokoty eintauchen. Der Wallfahrtsort
ist heute eine Oase der Stille, nur einen Steinwurf weit vom
pulsierenden Stadtzentrum entfernt. Der abseits stehende Komplex
der Barockkirche zur Jungfrau Maria befindet sich auf einem
trapezförmigen Hof, der von offenen Kreuzgängen, vier achteckigen
Kapellen mit Barockkuppeln, dem Gebäude der ehemaligen Residenz und
reichem Grün umgeben ist. Vom Žižka-Platz aus führen sogar zwei
Wege direkt zur Pfarrei Klokoty: zum einen der Weg über den
Holeček-Park, zum anderen der kürzere Weg über die
Klokoty-Straße.
Tipps von Schwejk
- Besonders erholsam sind die neu renovierten Zwingermauern, die
sich entlang des so genannten Wasserturms hinziehen. Machen Sie
hier ruhig ein Schläfchen unter den weitverzweigten Baumkronen
oder spielen in der dortigen Laube Schach (mit den eigenen
Figuren!).
- Mit Tábor untrennbar verbunden ist die "táborská bašta", Knödel
mit Kraut und Braten". Probieren Sie das Gericht in den dortigen
Gaststätten aus. Für Feinschmecker empfehlen wir den "Karpfen
Jordan". Den bereitet man in Wirtschaften mit dem Zeichen der Czech
Specials zu.
- Nach Knödeln und Bier empfiehlt sich ein wohltuender
Spaziergang auf dem Gesundheitspfad. Ein grünweisses
Briefchenzeichen bringt Sie auf die Spuren der Geschichte. Der
abschließende steile Anstieg wird zum Prüfstein Ihrer
Kondition.
Infocentrum
der Stadt Tábor
Žižkovo náměstí 2, CZ-39001 Tábor
Telefon: +420 381 486 230
E-mail: infocentrum@mu.tabor.cz
www.tabor.cz
Dateidatum: 25.2.2011