
oder wie man mit dem Rad auf den Spuren des Tapferen
Soldaten Schwejk Tradition, Bier und regionale Produkte "erfahren"
kann.
"...denn keinen braven Soldaten kann so ein Mühlhausen daran hindern, dennoch einmal nach Budweis zu gelangen...", sagte Schwejk, als er auf das Gebiet von Milevsko gelangte. Deswegen sollte der stilvolle Ausgangspunkt für einen ganztägigen Ausflug per Rad gerade Milevsko sein. Wir empfehlen Ihnen, den Morgenzug aus Písek zu nehmen (auch am Wochenende klappen diese Verbindungen). Die Fahrt ist ohne Umsteigen und durchaus bequem. Auch die Fahrräder lassen sich problemlos unterbringen. Mit dem gleichen Zug kommen Sie auch von Tábor aus nach Milevsko (Strecke Ražice-Tábor). Der Weg, den Schwejk bei seiner Wanderung einschlug, ist im Großen und Ganzen nicht anspruchsvoll und spricht eher den Wochenendradfahrer an. Sie führt hauptsächlich entlang der Landstraßen. Für den anspruchsvolleren Radfahrer ist eher die Radkarte des Clubs tschechischer Wanderer geeignet (Nummern 39 und 71)
Weg: 12 Stationen, 42 km
Milevsko - Květov
- Kučeř - Zvíkover Brücke - Zvíkovské Podhradí - Hl. Anna - Oslov -
Vlastec - Vrcovice - U Caisů - U Sulana - Písek
Ausgangspunkt und erste Station (km 0):
Milevsko
Man kann hier auch in den
Morgenstunden im Imbiß auf dem Hauptplatz (Stadtzentrum) und im
Café, das im ehemaligen Gerichtsgebäude untergebracht ist, einen
Kaffee einnehmen und frühstücken. Milch direkt vom Landwirt können
Sie sich aus dem Automaten besorgen, den Sie ebenfalls direkt am
Hauptplatz finden. Welche Möglichkeiten Sie sonst in Milevsko
haben, entnehmen Sie dem Kapitel Milevsko.
Zweite Station (km 9):
Květov
Wenn Sie von Milevsko auf der Straße
Nr. 106 Richtung Písek fahren, biegen Sie ein Stück nach dem
Ortsendeschild von Milevsko zum Dorf Rukáveč ab. Hier beginnt eine
ruhige Gemeindestraße (zugleich Radweg Nummer 1152), die Sie direkt
ins Dorf Rukáveč bringt. Sie durchfahren eine Eichenalle. Und dann
die meiste Zeit durch Wald, denn kurz vor dem Dorf Rukáveč beginnt
ein Wildgehege. Vom Dorf aus fahren Sie immer der Nase nach, bis
Sie zu einer Kreuzung kommen. Von hier aus fahren Sie in Richtung
Květov. Auf dem Schild findet sich auch ein Hinweis auf das Tiroler
Haus. Dann fahren Sie über das Gehege nach Květov. Gleich rechts
nach dem Ortsschild liegt auf der Seite der Bierkeller, in dem
Schwejk eine Nacht verbrachte, und das Fachwerkhäuschen. Mehr
erfahren Sie im Kapitel Milevsko, Květov.
Dritte Station (km 13):
Kučeř
Hinter Květov folgen Sie den
Verkehrsschildern nach Kučeř. Schwejk kam zwar nicht hierher ("nix
Gwis woasma net"). Hier können Sie sich aber trotzdem erfrischen.
Das hiesige Geschäft hat am Montag, Mittwoch und Freitag von 7-16
Uhr geöffnet, Dienstag und Donnerstag von 7-11 Uhr und am Samstag
von 7-10 Uhr. Im Notfall rufen Sie auf der Nummer +420 602 154 771
an. Die hilfsbreite Ladeninhaberin läßt Sie bestimmt nicht im
Stich.
Vierte Station (km 17): Zvíkover
Brücke
Hinter Kučeř fahren sie weiter auf der
Straße Nr. 121 und an der Kreuzung fahren auf dem Moldauradweg nach
Zvíkov. Die Zvíkover Brücken (Es sind zwei. Eine überbrückt die
Moldau. Die zweite unter Zvíkov überbrückt die Otava, die direkt an
der Burg vorbeifließt. Die Brücke über die Moldau liegt hier auf
dem Weg.) verdanken ihr Entstehen dem Orlík-Stausee. Sie wurden in
den 50er Jahren in der Freivorbauweise erbaut, was damals neu
war.
Vierte Station (km 19): Zvíkovské
Podhradí
Ab der Zvíkover Brücke treten Sie eine
Weile in die Pedale. Als Belohnung winkt nach 2 km Fahrt bergab zur
nächsten Station. Zvíkovské Podhradí können Sie nicht verpassen,
denn alle Wegweiser zeigen dorthin. Im Ort befndet sich das
Infocentrum und die Brauerei mit ausgezeichneter böhmischer Küche,
die mit dem Schild CzechSpecials beworben wird. Stärken Sie sich
für den weiteren Fortgang des Ausflugs. Sie können
selbstverständlich die Burg besichtigen, die drei Kilometer
unterhalb des Dorfes am Orlik-Stausee liegt.
Sechste Station (km 23): Hl.
Anna
Hinter Zvíkov fahren Sie geradeaus weiter,
immer auf dem Moldau-Radweg. Sie kommen an eine Kreuzung vor einem
Fischteich. Dort biegen Sie zur Hl. Anna ab (Radweg 1149). Ein
Feldweg bringt Sie zu einem poetischen Ort, der wegen der dortigen
Kirch bekannt ist. Aber Hauptsache, dass hier ein ruhiger
Wasserlauf ist, der zum Baden einlädt.
Siebente Station (km 26):
Oslov
Von der Hl. Anna fahren Sie zurück zur
Kreuzung am Fischteich und vort aus fahren Sie weiter auf der
Straße 138 bis zum Dorf Oslov. Im Weiler finden Sie Spuren
böhmischen Bauernbarocks, die Kirche zum Hl. Leonhard und eine
historische Säule, die früher Wegweiser war. Im Gasthaus, das
täglich von 18 bis 22 Uhr geöffnet hat, können Sie etwas zu sich
nehmen. In Oslov gibt es auch ein kleines Geschäft. Das hat aber
nur in den Vormittagsstunden geöffnet. Deshalb sollten Sie sich
Getränke vielleicht bereits in Zvíkov kaufen.
Achte Station (km 30):
Vlastec
Von Oslov aus fahren Sie immer der
Nase nach bis Sie in Vlastec sind. In der Gastwirtschaft, die von
Montag bis Samstag ab 17 Uhr geöffnet ist, können Sie Brotzeit
machen. Falls Sie schon müde sind, können sie sich in den Zug
setzen und sich nach Písek bringen lassen. Liebhaber von
Bioprodukten werden sich über die Farm in Pstruhy (kleines Dorf 2
km von Vlastec entfernt legend) freuen. Hier können Sie Milch, Käse
und Eier mit dem Gütesiegel BIO kaufen.
Neunte Station (km 35):
Vrcovice
Von Vlastec aus fahren Sie wieder
geradeaus weiter nach Záhoří, dem unteren Dorfteil (hier gibt es
ausgezeichnetes Speiseeis) bis hinauf zur Hauptstraße, die Tábor
und Písek verbindet. Sie verlassen die Landstraßen und fahren
Richtung Vrcovice. Sie fahren an der Siloanlage vorbei über das
Dorf Svatoňovice (Weg 1151) und weiter bis zum Ende von Vrcovice.
Auch hier können Sie sich den Ausflug abkürzen und sich in den Zug
setzen. In der Farm U Cibochů können sie sich regionale
Milchprodukte kaufen (Es reicht, wenn Sie am Haus mit der Nummer 6
läuten. Sie können dort hausgemachten Käse, Joghurt oder Quark mit
nach Hause nehmen.)
Zehnte Station (km 37): U
Caisů
Von Vrcovice aus geht es auf einem
Feldweg, der auf dem Hügel über dem Dorf beginnt und ebenfalls mit
der Nummer 1151 ausgezeichnet ist, zur Ausflugsgaststätte U Caisů.
In der Sommersaison (Juni, Juli, August) wartet hier bereits ein
feuchtes Glas und Gemütlichkeit an der Otava auf Sie. Geöffnet ist
täglich von 10 bis 22 Uhr. Der Restaurationsinhaber ist
entgegenkommend und entspricht auch gerne Ihrem Wunsch nach einem
guten Abendessen. Besser noch: melden Sie sich vorher unter +420
775 266 933 an.
Elfte Station (km 41): U
Sulana
Falls Sie bei den Caisů etwas
Alkoholisches getrunken haben sollten, nicht verzeifeln. Bis Písek
ist es nur noch ein kurzes Stück des Wegs. Sie können daher das
Fahrrad auch schieben. Fahren oder gehen Sie Otava-aufwärts dem Weg
mit der Nr. 1225 entlang (als Otava-Fahrradweg bezeichnet). Die
letzte Station vor Písek ist noch eine malerische
Ausflugswirtschaft U Sulana. Falls es Freitag oder Samstag ist,
wird Sie schon von ferne der Duft gebackener Makrelen anlocken.
Genießen Sie den Augenblick am Wasser und dann aufgesessen zum
nahen Písek.
Schluß und zwölfte Station (km 42): Písek
Außer den Infocentren in Milevsko und Písek liegt auf dem Weg:
Dateidatum: 25.2.2011

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