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Illustration vom Buch Mein Freund Schwejk_Profil_02 Von Písek aus auf den Spuren des braven Soldaten Schwejk

Xenophon, ein Feldherr des Altertums, durcheilte ganz Kleinasien und kam ohne Landkarte weiß Gott wohin. Die alten Goten trafen ihre Vorbereitungen gleichfalls ohne topographische Kenntnisse. Fortwährend geradeaus marschieren das nennt man Anabasis. Sich durch unbekannte Landschaften einen Weg bahnen. Mit diesen Worten leitet Jaroslav Hašek Schwejks Budweiser Anabase ein, Schwejks Marsch nach (Böhmisch) Budweis also. Na ja, vorwärts marschieren ist ja einfach. Aber wie dann zurück, das ist bisweilen schon ein bisserl schwerer! Wenn Sie sich Schwejks Marschweg auf der Karte betrachten, dann werden Sie sich vielleicht fragen, wie dieser Halunke diesen Weg von Tábor bis Budweis so hinausziehen konnte, um möglichst spät zum Regiment zu kommen. Bei genauerem Hinsehen stellt man nämlich fest, dass Schwejk Südböhmen in einer Art Kreis durchquerte. Er macht sich mit der ganzen, berühmten Anabasis eigentlich über alle lustig. Warum unablässig vorwärts streben und stürmen? Überlegt und mit kühlem Kopf handeln, darum geht es im Leben.

Als Hašek im Jahr 1896 nach dem Tode seines Vaters hierher kam, um die Ferien zu verbringen, lernte er den gesamten Bezirk kennen. Die Erlebnisse der Einheimischen und Südböhmen überhaupt haben sich in seinem Gedächtnis so eingeprägt, dass er nach mehr als zwanzig Jahren, im Jahr 1921 nämlich, als er die Abenteuer des braven Soldaten im Weltkrieg zu Papier brachte, keine Probleme damit hatte, sich auch an die winzigsten Einzelheiten zu erinnern. Bezeichnungen und Beschreibungen tatsächlich existierender Dörfer entsprechenden jenen im Roman. Ausnahmen sind nur Maltschin, Sedlec und Schtekno (Malčice, Sedlice und Štěkeň). Der Autor hat ganz offensichtlich volkstümliche Namensgebungen für Gemeinden übernommen.

Die Stadt Písek ist der fiktive Schwerpunkt der Budweiser Anabasis Schwejks, weil er bei seinen von Tábor ausgehenden Irr- und Umwegen gerade hierher gelangte - ein Gendarm überstellt ihn von Putim aus hierher - und von hier aus wurde er mit dem Zug zum Regiment nach Budweis verbracht. Mit diesen Tipps Broschüre würden wir den Besuchern von Písek gerne die Stationen des Schwejk'schen Marsches näher bringen.

Schwejk klärte ihm die ganze Situation auf. Er nannte Tabor und sämtliche Orte, durch die er nach Budweis gegangen war: "Mühlhausen- Kwětow-Wraz-Maltschin-Tschizowa-Sedletz-Horaždowitz- Radomyschl-Putim-Schtekno-Strakonitz- Wolyn-Ticha-Vodňan-Protiwin und wiederum Putim."

Karte der Schwejks Budweiser Anabasis, Bildsquelle: JCCR und die Stadt Písek

Wir waren bestrebt, das beste von dem auszuwählen, was die Schweijk'schen Haltepunkte zu bieten haben und was Sie als Spurensucher des berühmten Soldaten mit Sicherheit gerne sehen und erleben wollen. Sollten wir von diesem Weg manchmal etwas abgekommen sein, dann in der guten Absicht, Ihnen Ihre Ausflüge noch abwechslungsreicher zu gestalten. Entgegenkommende Einheimische und Bewohner der Dörflein und Städtchen zeigen Ihnen gerne und bereitwillig, welche Wege Schwejk damals eingeschlagen hat. Wir wünschen uns, dass sie sich bei uns in Südböhmen genauso wohl fühlen wie Schwejk: "Mir gefällts in Böhmen überall", entgegnete Schwejk, "auf meiner Wanderschaft hab ich überall sehr brave Menschen gefunden."

Wir möchten, dass Sie etwas von der Architektur und der Kultur zu sehen bekommen, frische Waldluft schöpfen können, sich in der örtlichen Bierschänke unterhalten und trinken - kurzum, unseren Bezirk einfach so erleben, wie er ist. Und wenn Sie sich vielleicht in den tiefen Hochwäldern von Vráž verlaufen haben oder beim Ausflug nach Sedlice falsch abgebogen sind, verzweifeln Sie nicht Schwejks Ratschlag folgend: Ebenso führen auch alle Wege nach Písek!

Warum es Sinn macht, gerade Písek abzusteigen, sagen wir Ihnen gleich. Wie man von da aus Ausflüge zur Mehrzahl der Orte, die im berühmten Werk Hašeks beschrieben sind, machen kann und aus welchem Anlaß man das tun sollte, erfahren Sie auch. Ihre Wanderungen durch die Píseker Region können Sie auch mit der detaillierten Datenbank auf diesen Internet-Seiten planen. Unter der Rubrik "Karten" können Sie Wege zwischen verschiedenen Orten erkunden und Sehenswürdigkeiten, Unterkunfts- und Einkehrmöglichkeiten auswählen.

Dank gehört PhDr. Radko Pytlík für die freundliche Beratung im Hinblick auf den Ablauf des Schwejk-Marsches durch Südböhmen.

Radko Pytlík am Schweiks Keller in Květov, Bildsquelle: Stadt Písek

Anmerkung: Zitate aus dem zweiten Teil des Romans "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" in der Übersetzung von Grete Reiner sind kursiv gesetzt.


Dateidatum: 25.2.2011

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