Milevsko
Ebenso führen alle Weg
nach Budweis, wovon der brave Soldat Schwejk in vollstem Maß
überzeugt war, als er statt der Budweiser Gegend ein Dorf bei
Mühlhausen erblickte. Er ging jedoch ununterbrochen weiter, denn
keinen braven Soldaten kann so ein Mühlhausen daran hindern,
dennoch einmal nach Budweis zu gelangen. Und so tauchte Schwejk
westlich von Mühlhausen in Kwětow auf; als er bereits alle
Soldatenlieder gesungen hatte, die er von den Soldatenmärschen her
kannte, war er gezwungen, vor Kwětow wieder mit dem Lied zu
beginnen: "Wie wir abgezogen sind, weinten sich die Mädl
blind...."
Wie kommen Sie von Písek aus dorthin?
Mit dem Auto:
- auf der Staatsstraße I/29 Richtung Tábor, in Křenovice links
auf die Landstraße III/10555, in Veselíčko weiter auf die II/105
(28 km)
Mit dem Autobus:
- vom Busbahnhof der ČSAD oder von der Sedláčkova-Straße in Písek
aus, mehrere Fahrtmöglichkeiten pro Tag, nur werktags
Mit dem Zug:
- Verbindung Nr. 201, täglich mehrere Fahrtmöglichkeiten
Mit dem Rad:
- über den Sedláček-Pfad 1225, vor der Gasüberleitung nach rechts
und auf der 1151 bis Vrcovice, weiter auf der 1149, vor Zvíkovské
Podhradí nach rechts auf der Trasse 31 nach Květov, im Rukávečer
Wildpark beim Tiroler Haus nach links auf die 1152
Was es in Milevsko zu erleben gibt!
- In Milevsko steht mit Sicherheit ein Besuch des
Prämonstratenser-Klosters an. Hier spüren Sie hautnah Geschichte,
wurde das Kloster doch bereits im Jahr 1187 vom Oberen Georg
gegründet. Die dreischiffige Basilika mit der zweitürmigen
Stirnseite und dem Konventgebäude des Klosters gehört zu den
bedeutendsten Denkmälern in Südenböhmen. In die Architektur der
Klostergebäude mischen sich Stilelemente aus der Gotik, der
Renaissance und des Barock. Im Verlaufe des 19. und des 20.
Jahrhunderts verkam das Kloster. Ab den 90er Jahren läuft aber der
Wiederaufbau. Archäologische Forschungsarbeiten bestätigen, daß
einzelne Bauten schon vor dem Jahr 1187 existierten. Das Kloster in
Milevsko ist also ein einzigartiger Ort, an dem Sie geheimnisvolle,
längst vergangene Zeiten auf sich einwirken lassen können. Ebenso
wie das Strahovský-Kloster in Prag wird auch dieses Kloster von den
Prämonstratensern verwaltet.
- Auf dem Klostergelände können Sie das dortige Museum besuchen.
Es befindet sich auf dem ersten Hof. Die Museumssammlung
dokumentiert vor allem die Geschichte der Stadt und des Klosters.
Eine Sehenswürdigkeit ist die Krugsammlung aus hiesigen Spelunken.
Sehenswert sind die Ausstellungsstücke über die Entwicklung der
Buchdruckerkunst, der barocke Bürgersaal, oder Kleider aus
rosafarbener Seide, die die berühmten siamesischen Zwillinge
Blažkova trugen. Außer dieser Dauerausstellung bietet das Museum
auch Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen.
- Auf Ihrer Reise nach Květov sollten Sie im unweit gelegenen
Branice nach dem einzigartigen Freibauernhaus des Landgutes
Vejrovský fragen. In diesem Dorf, das nebenbei bemerkt ebenfalls an
der Trasse Ražice - Tábor liegt, hat eine Gruppe von Enthusiasten
eine wahrhaft originelle Ausstellung geschaffen. Der Besucher darf
Sachen aus der Welt unserer Ureltern mit den Händen begreifen. Er
lernt eine Landkarte mit den größten Schätzen der Umgebung kennen
und kann sich im "Winkel der verdrehten Tatsachen" amüsieren. Das
Haus kann nach telefonischer Vereinbarung unter der Nummer + 420
732 478 110 besichtigt werden. Amüsieren können Sie sich auch auf
dem Pfad des Landgutes Vejrovský, der am Bahnbof beginnt.
- Einen Steinwurf von Branice entfernt liegt die Gemeinde Květov.
Der Weg führt durch tiefen Wald, in dem auch das Wildgehege von
Květov oder Rukavec liegt (es kommt darauf an, aus welcher Richtung
Sie kommen; bäuerlicher Stolz hat sich bis heute erhalten ). Im
Wildgehege, das zur schwarzenbergischen Herrschaft gehört, werden
Wildtiere gehalten Besonders beachtenswert ist das sog. Tiroler
Haus.
- Gleich am Dorfrand von Květov erspähen Sie auf der linken Seite
einen Bierkeller. Hier hat Schwejk angeblich auf seiner Reise
übernachtet. Im Fachwerkhaus gegenüber soll er sich mit
Bratkartoffeln von Oma Vítkov aufgewärmt haben, damit er besser
weiter marschieren konnte. Das Dorf Květov rühmt sich seiner wohl
erhaltenen Bauernbarockarchitektur.
Tipps von Schwejk
- Paradiesgarten. Was soll man sich darunter vorstellen? Einen
Paradiesgarten - wahrhaft Schwejk nach empfundenen - findet man im
Kloster von Milevsko. Fragen Sie nach der reizenden
Fremdenführerin.
- Den größten Milchautomaten weit und breit finden Sie im
Stadtzentrum. Es handelt sich zwar um Milch für Säuglinge. Diese
hausgemachte Milch aber schmeckt allen (die dazugehörigen Flaschen
kann man direkt am Automaten kaufen). Falls Sie sich in Mlievsko
langweilen sollten, schafft das 3D-Kino sicherlich Abhilfe.
Erkundigen Sie sich doch im neu eröffneten Infozentrum, das seinen
Sitz am Husplatz hat.
- Nachdem sich Schwejk mit Bratkartoffeln gestärkt hatte, kam er
nach Květov. Ob es sich nun konkret um eine Kartoffelsuppe handelte
oder um Kartoffelpuffer mit Rauchfleisch und Mohn, läßt sich heute
nicht mehr feststellen. Beide Spezialitäten können Sie im Hotel in
Zvíkovské Podhradí probieren. Folgen Sie auch dem Zeichen Czech
Specials.
- Im Dorf sollen angeblich die Fußabdrücke von Schwejk sein.
Bisher hat sie noch niemand gefunden. Sie harren ihrer
Entdeckung.
Infozentrum
Milevsko
Husovo náměstí 391,
CZ-39901
E-mail: infocentrum@milevsko-mesto.cz
Telefon: +420 383 809 101
www.milevskymkrajem.cz
Dateidatum: 25.2.2011