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Milevsko

Illustration vom Buch Mein Freund Schwejk_04, Bildsquelle: Copyright Josef Lada 2007 Ebenso führen alle Weg nach Budweis, wovon der brave Soldat Schwejk in vollstem Maß überzeugt war, als er statt der Budweiser Gegend ein Dorf bei Mühlhausen erblickte. Er ging jedoch ununterbrochen weiter, denn keinen braven Soldaten kann so ein Mühlhausen daran hindern, dennoch einmal nach Budweis zu gelangen. Und so tauchte Schwejk westlich von Mühlhausen in Kwětow auf; als er bereits alle Soldatenlieder gesungen hatte, die er von den Soldatenmärschen her kannte, war er gezwungen, vor Kwětow wieder mit dem Lied zu beginnen: "Wie wir abgezogen sind, weinten sich die Mädl blind...."


Wie kommen Sie von Písek aus dorthin?

Mit dem Auto:

  • auf der Staatsstraße I/29 Richtung Tábor, in Křenovice links auf die Landstraße III/10555, in Veselíčko weiter auf die II/105 (28 km)

Mit dem Autobus:

  • vom Busbahnhof der ČSAD oder von der Sedláčkova-Straße in Písek aus, mehrere Fahrtmöglichkeiten pro Tag, nur werktags

Mit dem Zug:

  • Verbindung Nr. 201, täglich mehrere Fahrtmöglichkeiten

Mit dem Rad:

  • über den Sedláček-Pfad 1225, vor der Gasüberleitung nach rechts und auf der 1151 bis Vrcovice, weiter auf der 1149, vor Zvíkovské Podhradí nach rechts auf der Trasse 31 nach Květov, im Rukávečer Wildpark beim Tiroler Haus nach links auf die 1152

Milevsko - Kloster, Bildsquelle: Stadt Písek


Was es in Milevsko zu erleben gibt!

  • In Milevsko steht mit Sicherheit ein Besuch des Prämonstratenser-Klosters an. Hier spüren Sie hautnah Geschichte, wurde das Kloster doch bereits im Jahr 1187 vom Oberen Georg gegründet. Die dreischiffige Basilika mit der zweitürmigen Stirnseite und dem Konventgebäude des Klosters gehört zu den bedeutendsten Denkmälern in Südenböhmen. In die Architektur der Klostergebäude mischen sich Stilelemente aus der Gotik, der Renaissance und des Barock. Im Verlaufe des 19. und des 20. Jahrhunderts verkam das Kloster. Ab den 90er Jahren läuft aber der Wiederaufbau. Archäologische Forschungsarbeiten bestätigen, daß einzelne Bauten schon vor dem Jahr 1187 existierten. Das Kloster in Milevsko ist also ein einzigartiger Ort, an dem Sie geheimnisvolle, längst vergangene Zeiten auf sich einwirken lassen können. Ebenso wie das Strahovský-Kloster in Prag wird auch dieses Kloster von den Prämonstratensern verwaltet.
  • Auf dem Klostergelände können Sie das dortige Museum besuchen. Es befindet sich auf dem ersten Hof. Die Museumssammlung dokumentiert vor allem die Geschichte der Stadt und des Klosters. Eine Sehenswürdigkeit ist die Krugsammlung aus hiesigen Spelunken. Sehenswert sind die Ausstellungsstücke über die Entwicklung der Buchdruckerkunst, der barocke Bürgersaal, oder Kleider aus rosafarbener Seide, die die berühmten siamesischen Zwillinge Blažkova trugen. Außer dieser Dauerausstellung bietet das Museum auch Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen.
  • Auf Ihrer Reise nach Květov sollten Sie im unweit gelegenen Branice nach dem einzigartigen Freibauernhaus des Landgutes Vejrovský fragen. In diesem Dorf, das nebenbei bemerkt ebenfalls an der Trasse Ražice - Tábor liegt, hat eine Gruppe von Enthusiasten eine wahrhaft originelle Ausstellung geschaffen. Der Besucher darf Sachen aus der Welt unserer Ureltern mit den Händen begreifen. Er lernt eine Landkarte mit den größten Schätzen der Umgebung kennen und kann sich im "Winkel der verdrehten Tatsachen" amüsieren. Das Haus kann nach telefonischer Vereinbarung unter der Nummer + 420 732 478 110 besichtigt werden. Amüsieren können Sie sich auch auf dem Pfad des Landgutes Vejrovský, der am Bahnbof beginnt.
  • Einen Steinwurf von Branice entfernt liegt die Gemeinde Květov. Der Weg führt durch tiefen Wald, in dem auch das Wildgehege von Květov oder Rukavec liegt (es kommt darauf an, aus welcher Richtung Sie kommen; bäuerlicher Stolz hat sich bis heute erhalten ). Im Wildgehege, das zur schwarzenbergischen Herrschaft gehört, werden Wildtiere gehalten Besonders beachtenswert ist das sog. Tiroler Haus.
  • Gleich am Dorfrand von Květov erspähen Sie auf der linken Seite einen Bierkeller. Hier hat Schwejk angeblich auf seiner Reise übernachtet. Im Fachwerkhaus gegenüber soll er sich mit Bratkartoffeln von Oma Vítkov aufgewärmt haben, damit er besser weiter marschieren konnte. Das Dorf Květov rühmt sich seiner wohl erhaltenen Bauernbarockarchitektur.

Tipps von Schwejk

  • Paradiesgarten. Was soll man sich darunter vorstellen? Einen Paradiesgarten - wahrhaft Schwejk nach empfundenen - findet man im Kloster von Milevsko. Fragen Sie nach der reizenden Fremdenführerin.
  • Den größten Milchautomaten weit und breit finden Sie im Stadtzentrum. Es handelt sich zwar um Milch für Säuglinge. Diese hausgemachte Milch aber schmeckt allen (die dazugehörigen Flaschen kann man direkt am Automaten kaufen). Falls Sie sich in Mlievsko langweilen sollten, schafft das 3D-Kino sicherlich Abhilfe. Erkundigen Sie sich doch im neu eröffneten Infozentrum, das seinen Sitz am Husplatz hat.
  • Nachdem sich Schwejk mit Bratkartoffeln gestärkt hatte, kam er nach Květov. Ob es sich nun konkret um eine Kartoffelsuppe handelte oder um Kartoffelpuffer mit Rauchfleisch und Mohn, läßt sich heute nicht mehr feststellen. Beide Spezialitäten können Sie im Hotel in Zvíkovské Podhradí probieren. Folgen Sie auch dem Zeichen Czech Specials.
  • Im Dorf sollen angeblich die Fußabdrücke von Schwejk sein. Bisher hat sie noch niemand gefunden. Sie harren ihrer Entdeckung.

Illustration vom Buch Mein Freund Schwejk_Profil_02 Infozentrum Milevsko
Husovo náměstí 391, CZ-39901
E-mail: infocentrum@milevsko-mesto.cz
Telefon: +420 383 809 101
www.milevskymkrajem.cz


Dateidatum: 25.2.2011

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