Horažďovice
Als Schwejk in die
Finsternis hinaustrat, brummte der Alte noch hübsch lange: "Er geht
herich aus Tabor nach Budweis zu seinem Regiment. Und da geht der
Lump zuerst nach Horaždowitz und dann erst nach Pisek. Er macht ja
eine Reise um die Welt."
Wie kommen Sie von Písek aus dorthin?
Mit dem Auto:
- auf der Kreisstraße II/139, von Kbelnice auf der Staatsstraße
I/4 bis Strakonice, weiter über Katovice bis Horažďovice (40
km)
Mit dem Zug:
- Verbindung Nr. 201 - mit Umsteigen in Ražice, weiter auf der
Verbindung Nr. 190; am Vormittag können Sie auch den direkten
Schnellzug "Otava" benützen
Mit dem Rad:
Was es in Horažďovice zu erleben gibt!
- Das Zentrum von Horažďovice ist einen Besuch wert, ist die
Stadt doch Denkmalszone. Dort befindet sich auch eines der
ältesten, erhaltenen Stadttore, das so genannte Rote Tor. Um das
Tor herum sind auch Reste der ursprünglichen Stadtbefestigung
erkennbar.
- In hiesigem Schloss befindet sich auch das Stadtmuseum mit
einer Ausstellung über die Geschichte der Stadt und ihre Umgebung.
Die größte Sehenswürdigkeit des Museums sind Perlmuscheln, deren
künstliche Aufzucht im 19. Jahrhundert viel Aufsehen erregte.
- Aus der Heilquelle zur Heiligen Anna können Sie Wasser
schöpfen. Sie kommen auf der rot markierten Route dorthin. Vom
Zentrum aus sind es etwa 2 km. Die Einheimischen geben Ihnen gerne
Auskunft darüber, worin denn die heilende Wirkung besteht. In der
Gegend hier gibt es einige Heilquellen. Jede hilft bei einem
anderen Leiden
- Wenn Sie schon nach Horažďovice fahren, vergessen Sie nicht,
Badesachen einzupacken. Das neue überdachte Erlebnisschwimmbad hält
eine Reihe von Attraktionen bereit, die das Herz jeder Wasserratte
höher schlagen lassen. www.bazen.horazdovice.cz
- Klettern Sie auf die Burg, die auf dem Gipfel des Prachin
erbaut wurde. Die Burg war das wichtigste und bedeutendste Zentrum
des damaligen Prachiner Bezirkes. Diese Rolle fiel später der Stadt
Písek zu. Wenn Sie dann dort oben sind, sehen Sie sich die Kirche
des Hl. Klement an: Dieses Kirchlein war gerade mal das neunte
seiner Art in ganz Böhmen und wurde offensichtlich dem slowakischen
Glaubensapostel geweiht.
Tipps von Schwejk
- Einer örtlichen Legende zufolge entschied der Herr Půta
Švihovský von Rýzmberk, dass die Kirche zum Hl. Clemens auf dem
Prachin-Berg erneuert werden solle. Während der Bauarbeiten ging
ihm das Geld aus. Also ließ er eine Sammlung veranstalten und
sagte, dass er mit den Arbeiten nicht fortfahren würde, es sei
denn, die Leute würden die von der reparierten Kirche herab
genommene Glocke mit Geld auffüllen. Am Anfang lief alles gut. Dann
aber wollten die Leute nicht mehr spenden. Půta musste also das
Geld eintreiben. Als seine Schergen einer armen Witwe die beiden
letzten Groschen abnahmen, verfluchte sie die Glocke, die darauf
hin samt dem Geld im Erdboden verschwand, wo sie bis heute ist.
Bewacht wird sie von einem schwarzen Hund mit feurigen Augen.
Keiner, der sie suchte, hat sie je gefunden. Ein habsüchtiger
Bürger aus Horaždovice versuchte es einst. Als er zu graben anfing,
wurde er von Rufen erschreckt: "Es brennt!" Als er dann zuzrück
kehrte, war die Grube zu und die Hacke weg.
Regionales Infocentrum
Prácheň
Strakonická 152, CZ-34101 Horažďovice
Telefon: +420 376 511 999
E-mail: ic@horazdovice.cz
www.sumavanet.cz/ihorazdovice
Dateidatum: 25.2.2011